Tagung: Raum in der Stadt
simposio: spazio in cittá
30. 09.2011, Eurac Bozen/Bolzano
paesaggissimo 01 ist die erste einer Reihe von Veranstaltungen zu Themen der Landschaftsarchitektur in Südtirol.
Referenten aus dem In- und Ausland beleuchten das Thema des öffentlichen Stadtfreiraums sowohl aus räumlich- landschaftsarchitektonischen, wie auch aus sozialen und gesellschaftspolitischen Blickwinkeln. Eine intensive Diskussion zwischen „Planern“ und „Nutzern“ soll den Stadtfreiraum als Ganzes, seine Potentiale, seine Veränderungen sichtbar machen
……………………………….
paesaggissimo 01 è la prima di una serie di manifestazioni riguardanti l’architettura del paesaggio in Alto Adige.
Referenti dall’Italia e dall’estero illustrano temi che riguardano lo spazio pubblico sia sotto il profilo spazio-architettonico che dal punto di vista sociale e socio-politico. Si cercherà di capire come questi spazi vengono vissuti, allestiti, quale è il loro significato attuale e quali le loro potenzialità, invitando esperti, studenti, cittadini a partecipare a una discussione collettiva.
—————————————————————————–
ein Gemeinschaftsprojekt von/ un progetto di collaborazione fra:
Kuratorin/curatrice: Karin Elzenbaumer
——————————————————————— unterstützt von / patrocinio di: Dachverband der offenen Jugendarbeit Südtirols
Stadtgemeinde Bozen
———————————————————————
Gefördert durch das Assessorat für Raumordnung der Autonomen Provinz Bozen /Con il patrocinio dell´Assessorato all`Urbanistica della Provincia Autonoma di Bolzano
Projektpartner /partner di progetto:
Paesaggissimo 01 – Raum in der Stadt, so der Titel der Tagung, die am 30.September 2011 internationale ExpertInnen aus den Fachbereichen Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung in der Eurac in Bozen zusammengeführt hat und bei der sich über 150 interessierte Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Planung mit der Bedeutung von Freiräumen im Siedlungsraum auseinandersetzten.
Bei den Vorträgen der Referenten aus Deutschland, Holland, der Schweiz und Italien wurde die gesellschaftliche Bedeutung der Freiräume als verbindendes, sozialisierendes Element verdeutlicht. In der kurzlebigen Dynamik der modernen Gesellschaft, war man sich einig, ist es notwendig, flexible Freiräume zu schaffen, die den Ansprüchen der unterschiedlichsten Nutzergruppen und Funktionen gerecht werden können.
Freiraum ist dabei der Ort zwischenmenschlicher Begegnung, aber gleichzeitig auch Austragungsort von Konflikten, wenn die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzer auseinandergehen. Die Notwendigkeit, all diese Bedürfnisse zu befriedigen, hat letzthin zu einer Überregulierung des öffentlichen Freiraumes geführt: Der Münchner „Urbanaut“ Benjamin David berichtete von seiner Erfahrung in der Organisation von kulturellen Events im Freiraum und der Vielzahl an behördlichen Genehmigungen, die man für öffentliche Freiraumplanungen brauche. In Zukunft, so seine Forderung, sollte das soziale und kulturelle Leben erleichtert werden, indem die Regulierungen wieder aufgelockert werden. Stadtplaner sollten jedoch ihre Rolle als Vermittler wahrnehmen, um Konflikte an Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Interessen zu lösen, meinte Stefano Rebecchi(Bozen)
Einerseits stellt man fest, dass die Städte ihre Freiräume neu entdecken und sie in ihre Aufwertungsmaßnahmen einbinden, andererseits sieht man aber, dass mit der wachsenden Regulierung des öffentlichen Freiraumes die Entfremdung zwischen dem Nutzer und dem öffentlichen Raum gestiegen ist. Die Polizei ist immer mehr für das Einhalten der Regeln des Zusammenlebens zuständig, der einzelne erlebt den öffentlichen Gemeinschaftsraum nicht mehr als Gemeinschaftsaufgabe.
Die Gemeinden sind heute jedoch finanziell kaum mehr in der Lage, die großen Bürden des Baus und noch viel mehr der Instandhaltung der Freiräume zu gewährleisten. Es ist an der Zeit, dieses als Gemeinschaftsaufgabe zwischen öffentlicher Hand und Privaten anzuerkennen. Dies gelingt nur, wenn der Begriff „Öffentliches Gut“ wieder mit „Gemeinschaftsgut“ gleichgestellt wird.
Erfahrungen von privaten Initiativen zeigte auch Juliane Pegels(Aachen) in ihrem Beitrag, als sie vom Projekt „Highline“ in New York berichtete, wo eigens dafür gegründete Vereine die zum Abbruch freigegebene alte Bahntrasse übernahmen und einen selbstverwalteten Park entstehen ließen. Ob das mit Bozens Autobahn geschehen wird ist fraglich, aber Stadträtin Maria Chiara Pasquali unterstrich beim runden Tisch der Tagung die vielfältigen, sehr erfolgreichen Bemühungen der Stadtverwaltung von Bozen, partizipative Prozesse zu forcieren, wie zum Beispiel durch das Urban Center oder ähnliche Projekte.
Was heißt das jetzt konkret für die Planung? Als erstes muss die Vielzahl der im öffentlichen Freiraum tätigen Akteuren aufgezeigt und anerkannt werden. Dadurch können Kooperationen initiiert werden, die eine neue Chance für solche Räume repräsentieren, jedoch auch neue Aufgaben und Herausforderungen stellen werden.
Gemeinden sollten Strategien entwickeln, nach denen die Privaten dann alle einen wichtigen Beitrag leisten können, auch durch Pflegepatenschaften, Stiftungen, Vereinigungen, usw.
Gerade für kleine, überschaubare Projekte ist die Kooproduktion eine gute Möglichkeit, Akteure zu gewinnen, hier fühlen sich Bürger/innen angesprochen, sich für „ihren“ Stadtraum zu engagieren und zu entdecken, dass dieses Engagement, die Menschen wieder näher zusammen bringen und auch Spaß machen kann. Wichtig ist der „alltägliche Raum“
Auf die Frage, welche Regeln es für die Gestaltung des Freiraumes bräuchte, berichtete Jaqueline Parish über das strategische Vorgehen der Stadt Zürich bei allen öffentlichen Freiraumplanungen: nur durch ein übergeordnetes Konzept, das die jeweilige Gesellschaft berücksichtigt und widerspiegelt, kann ein Mehrwert für alle geschaffen werden
Für Roberto Gigliotti(Bozen) bedeutet mehr Grünfläche nicht zwangsläufig mehr Lebensqualität, es müssten schon rechtzeitig Landschaftsarchitekten in die Planung einbezogen werden, um Qualität zu garantieren. Aber es ist nicht zu übersehen, dass auch temporäre Nutzungen Orte aufwerten können.
Federica Rijkenberg(Amsterdam), Stefan Rotzler(Wintherthur) und Franco Zagari(Rom) zeigten an Hand von realisierten Projekten die unterschiedlichsten Herangehensweisen auf, sprachen von Erfolgen und auch Misserfolgen in der Umsetzung derselben.
Fazit: Schlussendlich muss der Wert von öffentlichen Räumen kommuniziert werden: Das Sprechen über den Freiraum ist sehr wichtig um die Bedeutung des Freiraumes aufzuzeigen.
—————————
Paesaggissimo 01 – Spazio in città – questo il titolo del convegno svoltosi il 30. settembre 2011 nella sede dell’Eurac di Bolzano, che ha raggruppato esperti internazionali di architettura del paesaggio e sviluppo urbano e in cui oltre 150 partecipanti dai settori dell’economia, politica, amministrazione e progettazione si sono confrontati in merito alle tematiche dello spazio urbano.
I contributi degli esperti tedeschi, olandesi, svizzeri e italiani hanno sottolineato il ruolo dello spazio aperto quale elemento di unione e socializzazione. Nella rapida dinamica della società moderna risulta necessario creare spazi flessibili, che possano rispondere alle esigenze sociali e funzionali dei più diversi utenti.
Lo spazio aperto è il luogo prevalente d’ incontro per la popolazione, ma anche luogo conflittuale, quando le esigenze dei diversi gruppi di utenti collidono. E proprio la necessità di soddisfare i diversi interessi ha portato all’iper-regolamentazione degli spazi pubblici: l’”Urbanauta” di Monaco di Baviera Benjamin David ha raccontato delle sue esperienza nell’organizzazione di eventi culturali all’aperto e dell’interminabile lista di autorizzazioni amministrative, necessarie prima di poterli inscenare. “In futuro”, così il suo appello, “l’azione culturale e sociale dovrà essere facilitata riducendo la burocrazia regolamentativa”. Il progettista, dal suo canto, deve riconoscersi anche nella funzione del mediatore tra i diversi interessi, questa la risposta di Stefano Rebecchi (Comune di Bolzano).
Da un lato le città riscoprono i loro spazi aperti e li integrano nelle operazioni di riqualificazione urbana, dall’altro lato è riconoscibile una sorta di alienazione dell’utente dallo spazio pubblico, causata dalla sua crescente regolamentazione. La polizia è sempre più responsabile per il rispetto delle regole di convivenza, ed il singolo non percepisce più gli spazi pubblici quale luogo di responsabilità comune.
I comuni non sono però più in grado di sopportare il peso finanziario del costo di realizzazione e ancor più dei costi di manutenzione degli spazi pubblici. È urgente riconoscere che essi sono un compito comune alla mano pubblica ed all’azione privata, ma ciò è possibile solo se il concetto di “bene pubblico” torna ad essere inteso quale “bene comune a tutti”.
Juliane Pegels (Germania) ha mostrato interessanti esempi quale il progetto “Highline” di New York, dove associazioni spontanee di cittadini hanno creato un parco urbano gestito da loro stessi su tratti della vecchia ferrovia sopraelevata. Se ciò possa avvenire anche per l’autostrada di Bolzano, rimane aperto, ma durante la tavola rotonda del convegno l’assessora all’Urbanistica Maria Chiara Pasquali ha sottolineato i grandi sforzi del comune di Bolzano, che hanno poi dato avvio a processi di partecipazione, come per esempio l’Urban Center.
Quale le conseguenze da trarre per la futura progettazione? Il primo passo è la ricognizione tra gli attori presenti nello spazio pubblico ed il riconoscimento del loro ruolo. In questo modo si possono avviare utili cooperazioni, creando nuove chance per questi luoghi ed affrontando i compiti e le sfide che da esse derivano.
I comuni dovranno sviluppare nuove strategie, per coinvolgere i privati con contributi concreti, per esempio in associazioni, fondazioni o anche semplicemente diventando padrini di un albero.
Proprio nel caso di progetti di piccole dimensioni la co-produzione è un ottimo percorso per conquistare nuovi partecipanti: le cittadine ed i cittadini si sentono facilmente coinvolti quando si tratta di curare e sviluppare la “propria” parte di città, e scoprono che questo impegno avvicina le persone e diverte, anche perché si tratta del vicinato che giornalmente ognuno di noi attraversa.
Confrontata con la domanda quale regole siano necessarie per la gestione degli spazi aperti, Jacqueline Parish ha presentato la strategia della città di Zurigo per tutte le progettazioni di questi luoghi: una linea guida sovraordinata che contempla il mix sociale specifico e che quindi porta un plusvalore per tutti.
Per Roberto Gigliotti (Bolzano) più area verde non porta necessariamente più qualità di vita; è indispensabile coinvolgere tempestivamente un architetto del paesaggio nel processo di progettazione, premesso però, che anche funzioni temporanee possono aumentare la qualità dei luoghi.
Federica Rijkenberg (Amsterdam), Stefan Rotzler (Winterthur) e Franco Zagari (Roma) hanno presentato i diversi approcci nella progettazione paesaggistica, le loro esperienze più significative ma anche degli insuccessi nella messa in pratica di determinati concetti.
Il convegno ha rilevato l’importanza del comunicare il valore dello spazio pubblico. Solo tenendolo al centro del dibattito pubblico è possibile comunicarne la rilevanza per la nostra società.



















Complimenti per il convegno, è stata un’ottima e riuscita iniziativa che spero prosegua e venga riproposta anche nei prossimi anni!
Nel frattempo mi permetto di segnalarVi il blog/sito The Urban Observatory che ho da poco creato per sviluppare il progetto di tesi del Politecnico di Milano sia su un fronte di osservazione della città contemporanea sia come piattaforma di progettazione partecipata per gli spazi pubblici di Milano. Spero possa essere di Vostro gradimento vista l’alta compatibilità con i temi affrontati al simposio. Cordialmente, Evelyn Leveghi.
per comodità Vi lascio il link: http://theurbanobservatory.wordpress.com/
Pingback: Paesaggissimo 01
Pingback: Paesaggissimo 01 in Bozen « wieesseinkoennte
Pingback: ASS | FAAA